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Welterbe trifft Wärmewende

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15.06.2026 Kommunale Wärmeplanung für die Welterbestadt Quedlinburg erfolgreich abgeschlossen 

Zukunftsfähige Wärmeversorgung im Einklang mit dem Denkmalschutz 

Die kommunale Wärmeplanung für die Welterbestadt Quedlinburg mit den Ortsteilen Bad Suderode und Stadt Gernrode ist erfolgreich abgeschlossen. Damit verfügt die Kommune erstmals über einen strategischen Fahrplan für eine klimafreundliche, wirtschaftliche und langfristig sichere Wärmeversorgung. 

Besonders anspruchsvoll war die Ausgangssituation: Große Teile der historischen Altstadt gehören zum UNESCO-Welterbe und stehen unter Denkmalschutz. Die Wärmeplanung musste daher Lösungen entwickeln, die sowohl den Anforderungen des Klimaschutzes als auch dem Erhalt der einzigartigen Bausubstanz und dem Stadtbild gerecht werden. 

„Die Herausforderung bestand darin, Klimaschutz, Versorgungssicherheit und den Schutz historischer Bausubstanz zusammenzubringen. Die Wärmeplanung zeigt, dass sich nachhaltige Energieversorgung und der verantwortungsvolle Umgang mit einzigartigem kulturellen Erbe erfolgreich verbinden lassen“, erläutert Projektleiterin Christiane Büttner (unser Foto). 

Wer durch die engen Gassen, vorbei an Fachwerkhäusern und historischen Plätzen der Quedlinburger Altstadt geht, denkt vermutlich nicht als Erstes an Wärmenetze, Energieinfrastruktur oder die Wärmewende. Umso bemerkenswerter ist das Ergebnis der kommunalen Wärmeplanung: Sie zeigt, dass auch in einem mittelalterlich geprägten Stadtbild moderne und klimafreundliche Wärmeversorgungslösungen möglich sind – technisch umsetzbar, langfristig wirtschaftlich und robust gegenüber den Herausforderungen der Zukunft. 

Maßgeschneiderte Lösungen für historische Quartiere 

Gemeinsam mit den Stadtwerken Quedlinburg analysierte die EnergieWerkStadt eG den aktuellen Wärmebedarf, bestehende Versorgungsstrukturen sowie Potenziale für erneuerbare Energien und alternative Wärmequellen. Neben den besonderen Anforderungen denkmalgeschützter Gebäude standen auch die vorhandenen Energieinfrastrukturen und deren zukünftige Entwicklung im Fokus. 

Im Rahmen der Untersuchung wurden unter anderem folgende Handlungsansätze bewertet: 

  • gezielter Ausbau bestehender und neuer Wärmenetze, 
  • Einsatz von Wärmepumpen in geeigneten Quartieren, 
  • Nutzung erneuerbarer Energien und regional verfügbarer Abwärme, 
  • quartiersbezogene Versorgungslösungen, 
  • abgestimmte Sanierungsstrategien für denkmalgeschützte Gebäude. 

Die kommunale Wärmeplanung schafft Transparenz für Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen sowie Eigentümerinnen und Eigentümer. Sie zeigt auf, welche Versorgungsoptionen in den einzelnen Stadtgebieten langfristig sinnvoll und wirtschaftlich umsetzbar sein können, und bildet zugleich eine wichtige Grundlage für zukünftige Investitionen und Fördermaßnahmen. 

Die EnergieWerkStadt® eG bedankt sich für die konstruktive Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung, den Stadtwerken, den Denkmalschutzbehörden sowie weiteren lokalen Akteuren. Auch wertvolle Hinweise und Anregungen aus der Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern flossen in die Konzepterarbeitung ein. 

Hintergrund 

Die EnergieWerkStadt® eG erarbeitet derzeit nahezu ein Dutzend kommunale Wärmeplanungen für Städte und Gemeinden. Die Projekte reichen von ländlich geprägten Gemeinden bis hin zu Mittelstädten mit komplexen Versorgungsstrukturen und besonderen Anforderungen wie in Quedlinburg. 

Die Ingenieurinnen und Ingenieure der EnergieWerkStadt verstehen kommunale Wärmeplanung nicht als reine Studie, sondern als Einstieg in konkrete Umsetzungsprozesse. Im Mittelpunkt stehen praxisnahe und wirtschaftlich tragfähige Lösungen, die Klimaschutz, Versorgungssicherheit und regionale Wertschöpfung miteinander verbinden. Ziel ist es, Kommunen auf ihrem Weg zur Wärmewende langfristig zu begleiten und aus Planungen realisierbare Projekte entstehen zu lassen. 

Sobald die Wärmeplanung auf der Website der Stadt Quedlinburg veröffentlicht ist, stellen wir an dieser Stelle einen direkten Link zum Download bereit. 

 

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